Die Frage nach dem Eigenkapital ist eine der ersten die Kaufinteressenten stellen. Die Antwort klingt einfach: mindestens 20–30 % des Kaufpreises. Aber was steckt hinter dieser Zahl — und was passiert wenn Sie weniger haben?
Was gilt als Eigenkapital?
Zum Eigenkapital zählen nicht nur Bankguthaben. Folgendes akzeptieren die meisten Banken:
- Bankguthaben und Tagesgeld
- Bausparverträge (auch laufende)
- Wertpapiere und Fonds
- Schenkungen und Erbschaften
- Eigenleistungen beim Bau (Muskelhypothek)
- Bestehende Immobilien als Sicherheit
💡 Praxistipp: Mindestens die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler — in Bayern ca. 9–12 % des Kaufpreises) sollten immer aus Eigenkapital kommen.
Was passiert mit weniger Eigenkapital?
Eine Vollfinanzierung (100 % oder mehr) ist möglich — aber teurer. Banken verlangen bei höheren Beleihungsquoten höhere Zinsen, da ihr Risiko steigt. Eine Faustregel: Jede 10 % weniger Eigenkapital kostet Sie ca. 0,2–0,5 % mehr Zinsen pro Jahr.
Unsere Empfehlung
Wer 20–30 % Eigenkapital mitbringt, bekommt die besten Konditionen. Wer weniger hat, sollte trotzdem anfragen — wir kennen Banken die auch bei 10 % Eigenkapital gute Lösungen anbieten, besonders bei sicherem Einkommen.